Rechenschwäche / Dyskalkulie…

Rechenschwäche / Dyskalkulie / Rechenstörung / Matheschwäche / Rechenschwierigkeiten…

Es gibt zahlreiche Begriffe, die verwendet werden, wenn grundlegende Schwierigkeiten im mathematischen Denken vorhanden sind.

Schwäche / Störung

Ich arbeite seit mittlerweile 15 Jahren mit Kindern, die diese Schwierigkeiten haben und dennoch tu ich mir sehr schwer mit den Begriffen. Ich sehe keine „Schwäche“ oder gar „Störung“ bei den Kindern. Ich sehe vielmehr Lücken, die irgendwann während der Zeit Klasse 1 bis 3 entstanden sind und die Kinder dadurch viele Folgelücken aufgebaut haben.
Vielleicht tue ich mir auch deshalb so schwer mit den Begriffen, weil ich mit den standardisierten Diagnosen schlichtweg wenig anfange. Und vielleicht auch deshalb, weil ich prinzipiell ein Mensch bin, der sich dessen bewusst ist, dass jeder Mensch seine Fähigkeiten hat und gleichzeitig Bereiche hat, in denen er nicht zu den stärksten gehört.

Daher, ich denke, den Kindern, die eine Förderung brauchen, ist nicht geholfen, wenn sie einen Stempel bekommen, „ich bin rechenschwach“ oder „ich habe eine Rechenstörung“. Zumindest habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht, den Kindern entgegenzutreten, mit der Annahme, dass sie Mathe gut verstehen können, wenn nur die passenden Erklärungen kommen.
Ich beziehe mich bei dieser Haltung gerne auf den Mathematikdidaktiker Wolfram Meyerhöfer, der in seinem Artikel deutlich macht, dass es die Rechenschwäche nicht gibt.

Fraglich ist die Diagnosestellung Rechenschwäche bei vielen Mathematikdidaktikern ja schon lange.

Was braucht ein Kind?

Daher bleibe ich gerne dabei, den Fokus darauf zu legen, was denn ein Kind, das große Schwierigkeiten mit Mathe hat, braucht, um diese Schwierigkeiten abzubauen.